La buena vida – Das gute Leben
Jens Schanze, Dok., 97 Min., DE/CH 2015
Bayrischer Filmpreis 2015
«La buena vida – Das gute Leben» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweiten Strebens nach Wachstum und Wohlstand.
Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder.
Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert. In Deutschland, England und Israel, in den Niederlanden, der Türkei und den USA produzieren die Kohlekraftwerke damit den Strom, der das Leben schnell, hell und warm macht.
Jairo Fuentes ist entschlossen die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Betreibern der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo Amercian und BHP Billiton stehen. Der Dialog mit den Konzernvertretern gestaltet sich jedoch schwierig. Die Konzerne versprechen den Dorfbewohnern die Segnungen des Fortschritts, die Wayúu hingegen legen keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung und ein so genanntes «besseres Leben».
Die Auseinandersetzung um das Dorf Tamaquito wird schon bald zum Überlebenskampf.
Festivals und Preise
Bester Dokumentarfilm, Bayrischer Filmpreis, 2015, Deutschland
Nomination für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis, 2016, Deutschland
Doc Selection 2015, Europäische Filmakademie
Shortlist Deutscher Filmpreis, 2015
Bester Film, Naturfilmfestival Neusterlitz, 2015, Deutschland
Bester Dokumentarfilm, Boston International Latino Festival, 2016, USA
Bester Film zum Thema nachhaltige Entwicklung, Festival du Film Vert, 2016, Schweiz
Bester Langfilm, Golden Tree Int. Documentary Film Festival Frankfurt, 2016, Deutschland
Bester Film, Festival du Film, Recherche, Développement Durable, FReDD, 2016, Frankreich
Jury-Preis, Robert Geisendörfer Preis, 2017, Deutschland
Nomination, Marler Medienpreis Menschenrechte, 2017, Deutschland
Grand Prix, 14. Gdańsk DocFilm Festival, 2016, Polen
Publikumspreis, Festival des Umwelt- und Naturfilms, Ökofilmtour, 2016, Deutschland
1. Preis, DEKALOG-Filmpreis zum 7. Gebot, Guardini Stiftung, 2016, Deutschland
Mention Spéciale, Festival Internacional de Cine Ambiental, FINCA, 2016, Buenos Aires, Argentinien
Berlinale, 2015, Deutschland
Visions du Réel, 2015, Nyon, Schweiz
Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano, 2015, Havanna, Kuba
Dokfest München, 2015, Deutschland
San Diego Latino Film Festival, 2016, USA
Human Rights & Arts Film Festival, 2016, Australien
Festival – Film, Recherche et Développement Durable Toulouse, 2016, Frankreich
Nonfiktionale, Bad Aibling, 2017, Deutschland
Go Future Festival, Charleroi, 2017, Belgien
Festival du Film Vert, 2016, Schweiz und Frankreich
Millenium International Documentary Film Festival Brussels, 2016, Belgien
Festival Internacional de Cine de Barranquilla, 2016, Kolumbien
Boston International Latino Festival, 2016, USA
International Film Festival and Forum on Human Rights Geneva, 2016, Schweiz
14. Verzio, International Human Rights Documentary Film Festival, Budapest, 2017, Ungarn
Escales Documentaires, Documentary Film Festival, La Rochelle, 2017, Frankreich
Doc Feed Film Festival Eindhoven, 2016, Niederlande
Ekofilm Festival, 2015, Tschechien
CinemAmbiente Environmental Film Festival Turin, 2015, Italien
Latinodocs Festival Toulouse, 2015, Frankreich
Docs Barcelona+Medellin, 2015, Kolumbien
FICCI, Cartagena International Film Festival, 2015, Kolumbien
Environmental Film Festival, Washington D.C., 2016, USA
Festival Latino, Mannheim, 2015, Deutschland
Guth Gafa International Documentary Film Festival, 2015, Irland
Crossroads Festival Graz, 2015, Österreich
Festival des neuen Heimatfilms Freistadt, 2015, Österreich
Kinofest Lünen, 2015, Deutschland
Stimmen zum Film
«Dies ist ein zu Herzen gehender, erhellender, wütend machender Dokumentarfilm.»
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung
«Ein Film wie ein Schlachtengemälde und ein Lehrstück über die globale Ökonomie.»
Johannes Bluth, critic.de
«Ein Film von seltener Authentizität.»
Bianka Piringer, kino-zeit.de
«Brillant und ungemein aufwühlend.»
Björn Schneider, programmkino.de
«Einfühlsam zeigt der Film den Kampf Gross gegen Klein.»
Greenpeace Magazin
«Ein beunruhigender und berührender Film.»
Süddeutsche Zeitung
«Jens Schanzes Film ist ein filmisch komplex arrangiertes und eindringliches Zeugnis, mit welchen Praktiken der Konzern die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort zerstört und wie der „Vermittlungsprozess“ sich konkret gestaltet.»
Betty Schiel, trailer-ruhr.de
«Der Film geht unter die Haut.»
Mara Wirthlin, TagesWoche, Basel
«Jens Schanze begleitet den Prozess der zähen Verhandlungen zwischen dem «gallischen Dorf» und den übermächtigen Energiemultis. Dabei entlarvt er deren Überzeugungsmethoden in einzelnen Kapiteln, die immer wieder durch Radiomeldungen von Guerilla-Übergriffen auf Kohlewaggons unterbrochen werden. Die grössten Anteile an der Mine besitzt der von der Schweiz aus operierende Rohstoffhandelsgigant Glencore, der aufgrund seiner skrupellosen Abbaupolitik schon öfters für Negativschlagzeilen sorgte. Die Kehrseite der westlichen Energiepolitik wird uns nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell schmerzhaft vor Augen geführt.»
Sarah Stutte, kath.ch
«Eine grosse Stärke des Films ist, dass er ganz ohne Kommentare und Interviews auskommt. Seine Einblicke in die traditionelle Lebensweise der Wayúu, ihre zähen Verhandlungen mit Cerrejón, deren Vertreter sich mit lachhaften Beschönigungsreden und «Umsiedlungsworkshops» permanent selbst desavouieren, sprechen für sich. «La buena vida» regt zum Nachdenken an darüber, was das gute Leben ist, was Fortschritt bedeutet und wie viel Kohle dafür nötig ist.»
Christa Haesli, Züritipp, Zürich
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Produktion: Mascha Film, München, und soap factory GmbH, Basel, in Koproduktion mit ZDF/3sat
Buch, Regie: Jens Schanze
Originalversion in Spanisch, Wayùu, Englisch und Deutsch mit d/e/f/sp UT, DCP, 97 Min.
Weltrechte: Mascha Film & soap factory GmbH
World Sales: MAGNETFILM GmbH
Kino/DVD Schweiz: cineworx
Kino/DVD Deutschland & Österreich: Camino Filmverleih GmbH
Stab
Produzenten: Jens Schanze, Judith Malek-Mahdavi, Mascha Film
Frank Matter, soap factory GmbH
Buch, Regie: Jens Schanze
Kamera: Börres Weiffenbach
Kamera-Assistenz: Helge Haack
Ton: Carlos Ibañez Díaz, Jesús Casquete González, Thorsten Czart, Markus Seitz
Mitwirkende: Jairo Dionisio Fuentes Epiayu, Henrys Ureche Epiayu, Ingris Yohana Ureche Epiayu u.v.m.
Schnitt: Bernd Euscher
Musik: Victor Moser, Rainer Bartesch
Regieassistenz: Etienne Boussac Marulanda
Produktionsleitung: Frank Matter
Herstellungsleitung: Judith Malek-Mahdavi
Redaktion ZDF/3sat: Margrit Schreiber-Brunner, Udo Bremer
Produktionsleitung Kolumbien: Liliana Rincón L.
Produktionsbüro: Loredana-Nastassja Fernández
Produktionsassistenz: Stephanie Olthoff, Timo Linus Posselt
Post-Production Supervisor, VFX: Christoffer Kempel
Color Grading: Yvonne Tran, Arri Film & TV Services GmbH
Sound Design: Marc Parisotto, Daniel Dietenberger
Geräusche: Michael Stancyk
Tonaufnahme Geräusche: Tom Geldhauser
Mischung: Michael Hinreiner
Titelgrafik: Klaus Affolter, bytes & bones
Finanzielle Unterstützung
FilmFernsehFonds Bayern
Filmförderung des Bundes BKM
Deutscher Filmförderfonds DFFF
Film- und Medienstiftung NRW
ZDF/3sat
Kirchlicher Entwicklungsdienst durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst
Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit EZEF
Misereor e.V.
Lufthansa AG
Oxfam Deutschland e.V.
Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Cono Sur
klima-allianz deutschland
Bundesamt für Kultur (EDI), Schweiz
Fachausschuss Audiovision und Multimedia Basel-Stadt/Basel-Land
éducation21, «Filme für eine Welt» mit Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
Ernst Göhner Stiftung
george foundation
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Bereich OeME und Migration
Verein Zukunft statt Kohle
Verein myblueplanet