Von heute auf morgen
Frank Matter, Dok., 95 Min., CH 2013
Basler Filmpreis 2013
Nominiert für den Prix de Soleure 2013
Überalterung, Sparzwang im Gesundheitswesen, Zerfall der Familienstrukturen: Darüber wird in den letzten Jahren viel diskutiert. Doch was verbergen sich hinter solchen Schlagworten für menschliche Schicksale? Was bedeutet Altwerden in unserer hektischen, individualisierten Zeit? «Von heute auf morgen» erzählt die berührenden Geschichten von alten Menschen, die mit Witz, beissendem Humor und einer gehörigen Portion Sturheit um Würde, Selbstbestimmung und einen glücklichen Lebensabend kämpfen.
Immer mehr Menschen leben bis ins hohe Alter zu Hause. In der eigenen Wohnung fühlen sie sich geborgen und bewahren sich einen Teil ihrer Unabhängigkeit. «Von heute auf morgen» begleitet vier alte Menschen durch den Alltag und beobachtet, wie sie sich gegen den zunehmenden Verlust von Autonomie wehren. Obwohl sie mehr und mehr auf Hilfe angewiesen sind, kämpfen die Protagonisten dagegen, in ein Altersheim «abgeschoben» zu werden. Doch genau dies scheint unausweichlich zu sein.
Solange die alten Menschen zu Hause leben, sind die Mitarbeiter der Spitex für sie die wichtigste Brücke zur Aussenwelt. Die Pflegerinnen und Pfleger besuchen sie täglich, decken ihre medizinischen Bedürfnisse ab und helfen ihnen beim Saubermachen, Waschen und Anziehen. Die Gratwanderung zwischen professionellem Verhalten und menschlichen Gefühlen ist für die Spitex jedoch alles andere als einfach, zumal die Mitarbeitenden einem immer stärkeren Spardruck ausgesetzt sind.
«Von heute auf morgen» erzählt von Alltagsritualen, von den kleinen und grossen Kämpfen, von Hilflosigkeit, Melancholie und den schönen Erinnerungen, die das Leben ausmachen. Mit ihrer verschrobenen Poesie erinnern manche Szenen des Films an die Stücke von Samuel Beckett. Immer wieder bringen einem die betagten Protagonisten mit ihrem beissenden Witz und ihrem trotzigen Humor zum Lachen. Doch manchmal bleibt einem dieses Lachen im Hals stecken.
«Von heute auf morgen» stellt existenzielle Fragen nach der Bedeutung von Autonomie, Respekt und Eigenverantwortung.
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Mithilfe von Betreuungsdiensten wie der Spitex können immer mehr Menschen bis ins hohe Alter zu Hause bleiben. In der eigenen Wohnung fühlen sie sich geborgen und bewahren bis zu einem gewissen Grad ihre Unabhängigkeit. Sie bestimmen ihren Tagesablauf selber, und sie sind umgeben von den vertrauten Dingen, die sich im Lauf des Lebens angesammelt haben. Ins Altersheim ziehen sie erst, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
«Von heute auf morgen» begleitet vier alte Menschen durch den Alltag und beobachtet, wie sie sich gegen den zunehmenden Verlust von Autonomie wehren:
Die 94-jährige Elisabeth Willen fühlt sich oft sehr einsam. Dennoch kann sie sich nicht vorstellen, ihr schönes Haus mit der Aussicht ins Grüne zu verlassen. Ihre Angehörigen und die Mitarbeiter der Spitex müssen ihr beibringen, dass genau dies unausweichlich ist. Doch so einfach lässt sich Elisabeth Willen nicht davon überzeugen, ins Altersheim umzuziehen.
Monique Hofmann träumt davon, ihren Lieblingsschlagersänger Rudy Giovannini wenigstens noch ein Mal persönlich zu treffen. Ihre schwere Krankheit macht es allerdings immer unwahrscheinlicher, dass dieser Traum in Erfüllung geht. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf.
Silvan Jeker und Anny Fröhlich haben grosse Mühe damit, dass sie mehr und mehr auf Hilfe angewiesen sind. Um ihre Autonomie zu verteidigen, leisten sie passiven und aktiven Widerstand gegen die Menschen, die ihnen eigentlich helfen möchten.
Die Angehörigen sind von den Ansprüchen ihrer betagten Verwandten oft schlicht überfordert, oder sie sind zu sehr mit ihrem eigenen hektischen Leben beschäftigt. Für viele alte Menschen sind deshalb die Mitarbeitenden der Spitex die wichtigste Brücke zur Aussenwelt. Die Pflegerinnen und Pfleger besuchen sie täglich, decken ihre medizinischen Bedürfnisse ab und helfen ihnen beim Saubermachen, Waschen und Anziehen. Die Spitex «verwaltet» die alten Menschen im Auftrag der Gesellschaft. Im Gegensatz zu den Betagten, die ihrer Situation auf eine zutiefst existenzielle Weise ausgeliefert sind, ist es für die Pflegenden «nur» ein Job. Ein Job, von dem sie sich nicht unterkriegen lassen dürfen, wollen sie ihre Arbeit gut machen. Die Gratwanderung zwischen professionellem Verhalten und menschlichen Gefühlen ist alles andere als einfach, zumal die Pfleger und Pflegerinnen einem immer stärkeren Spardruck ausgesetzt sind. Oft stehen die Interessen der Individuen gegen diejenigen der zahlenden Gemeinschaft.
«Von heute auf morgen» erzählt von Alltagsritualen, von den kleinen und grossen Kämpfen, von Momenten der Trauer und der Freude, von Hilflosigkeit, Melancholie und den schönen Erinnerungen, die das Leben ausmachen. Immer wieder bringen einem die betagten Protagonisten mit ihrem beissenden Witz und ihrem trotzigen Humor zum Lachen. Doch manchmal bleibt einem dieses Lachen im Hals stecken.
Letztlich dringt «Von heute auf morgen» zu existenziellen Fragen vor, die nicht nur alte Menschen betreffen: Was bedeutet Autonomie? Haben wir die Freiheit eines anderen Menschen zu respektieren, auch wenn wir glauben, dass er nicht mehr selber entscheiden kann, was gut für ihn ist? Wie machen wir das Unausweichliche akzeptierbar und das Unerträglich erträglich? Und was bedeutet es, in einer Gesellschaft zu leben, in der immer grössere Bereiche der zwischenmenschlichen Beziehungen zur bezahlten Dienstleistung werden?
Der Film wurde in den Gemeinden Allschwil und Schönenbuch (BL) in Zusammenarbeit mit der lokalen Spitex gedreht.
Mitwirkende
Anny Fröhlich, Monique Hofmann, Silvan Jeker, Elisabeth Willen
Marino Klingenberg, Rosmarie Hofer, Miri Fairchild, Felicitas Brun,
Isabel Gubser, Jeanette Hänggi, Adela Musić
Andreas Honegger, Claudia Lanz, Marija Jakić, Carina Sufryn,
Radmila Stojanov-Iliev,Annick Tanner, Marlis In-Albon, Imelda Coray Kessler,
Joanna Bar, Marie Wyss, Maja Geitlinger, Corinne Zumsteg, Vreni Stohler,
Jessica Versel, Claudia Gisske, Michèle Zandonà
Anna Oser, Anna Lörracher, Helene Tschachtli
Edith Fisch, Luzie Hediger
Doris und Bruno Erzer-Fröhlich, Hans-Peter Farner, Hanni Thür-Weisshaupt,
Gertrud Grossen, Walter Willen, Franz Thür-Weisshaupt
Silea Wintsch, Danielle Thürkauf, Litrim Kukaj, Bruno Schweizer
Rudy Giovannini
Stimmen zum Film
«Ein grandioses Porträt, ungemein präzis, unspektakulär echt und voller Humor.»
Alfred Schlienger, ProgrammZeitung, Basel
«Das Filmjahr 2012 war für den Schweizer Film vor allem eines der Dokumentarfilm-Highlights, und so erwartete man gespannt, wie es hier weitergehen würde. Sicher war «Von heute auf morgen», Frank Matters empathische Beobachtung von vier Hochbetagten, die sich dem Abgeschobenwerden ins Altersheim widersetzen, ein solcher Höhepunkt.»
Geri Krebs, Neue Zürcher Zeitung, 28.01.13, Zürich
«Von heute auf morgen» ist 2013 einer der Höhepunkte, wenn nicht sogar das Highlight in Sachen Dokumentarfilme.»
Outnow.ch, 28.08.13, Zürich
«Es waren solche Figuren, die um die Bewahrung ihrer Würde und Selbstbestimmung kämpften, die in Solothurn mit den stärksten Eindruck hinterliessen. So etwa die vier alten Menschen aus Frank Matters Dokumentarfilm «Von heute auf morgen» (NZZ 28.01.13), von denen zwei anlässlich der zweiten Projektion des Films am vergangenen Dienstag zum Publikumsgespräch im Landhaus anwesend waren und damit den diesjährigen Filmtagen einen ihrer bewegendsten Momente bescherten.»
Geri Krebs, Neue Zürcher Zeitung, 01.02.13, Zürich
«Dem Film gelingt das Schönste und Schwierigste überhaupt: Er ist todtraurig und himmlisch lustig zugleich.»
Susanna Petrin, Nordwestschweiz, Aarau
«Frank Matters Dokumentarfilm «Von heute auf morgen» ist eine besonders gelungene Tragikomödie. Die vier alten Protagonisten im Film sprühen manchmal vor Optimismus und Lebensfreude, und stehen dann wiederum vor den unüberwindbar scheinenden Problemen des Alters. «Ich verstehe überhaupt nichts mehr», klagt die 95-jährige Elisabeth Willen, als sie sich nach einer Lungenentzündung und mehrwöchigem Spitalaufenthalt im Altersheim wieder findet. «Gestern war ich doch noch zuhause?» (…) Wie ein guter Spielfilm lotet Frank Matters Film alle Gefühle aus: von heiter bis komisch, von melancholisch bis tragisch. Und immer wieder blitzt bei den alten Menschen eine wohltuende Sturheit und ein Rebellentum auf, sich gegen die drohende Bevormundung zu wehren.»
Brigitte Häring, SRF
«Was Matter in seiner Dokumentation hinterlässt, ist ein an Dichte und Authentiztät kaum zu übertreffender Einblick in eine soziale menschliche Realität, auf die eine breite Öffentlichkeit nur allzu gern mit Verdrängung reagiert. (…) Das besondere Verdienst des Films ist es, dass er die Protagonisten bis hin zu ihren richtigen Namen hautnah, detailgetreu und damit glaubwürdig miterleben lässt, ohne je voyeuristisch zu werden. (…) Ein aussagekräftges Aufklärungs-Werk, dessen Poesie ist gerade in der Gewöhnlichkeit hochpolitisch ist.»
Peter Knechtli, Onlinereports.ch
«Filmische Radikalität», wie jetzt ein riskanter Lieblingsbegriff an den 48. Solothurner Filmtagen heisst, kann sich laut äussern, damit man sie nicht übersieht – oder leise, weil sie das Laute nicht nötig hat. (…) Einige Filme im Solothurner Programm – unterschiedlich in Form und Sujet – sind in den ersten Filmtagen derart tatsächlich an die Wurzeln des Lebendigen gegangen. Radikal, wenns denn sein soll, war in «Von heute auf morgen», dem Dokumentarfilm des Baselbieters Frank Matter, einfach die beharrliche Empathie, mit der hier einer alte Leute beobachtete, denen es gut ging, solange man sie glauben liess, es gehe ihnen gut. Das war die Frau Willen unter anderem, 94 Jahre alt, die jeden Tag dasass und sich sehr gut gelaunt fragte, wie lange sie wohl noch dasitzen werde. Und die Frau von der Spitex erzählte ihr, was es Neues gab «im Staate Schönenbuch», Kanton Baselland, zum Beispiel, dass der Sütterlin Ernst gestorben sei, und die Frau Willen sagte: «Ah, der vom Zoll unten», so, als wäre ihr der Sütterlin nur rasch ums nächste Eck vorausgegangen. Da war auch die Frau Fröhlich unter anderem, 95-jährig, ein Reibeisen, das milder geworden sei im Alter, wie die Tochter sagte. Sie hatte noch immer ein paar bösartige Kanten. Aber man konnte es ihr weiss Gott nicht nachtragen, dass sie sich wehrte, als die Spitex ihr das Hörgerät verräumen wollte, weil eine gestresste Pflegerin, die es gut meinte und es mit der Frau Fröhlich gewiss nicht leicht hatte, vergass, dass auch ein alter Mensch noch nach fünf Uhr abends fernsieht. Und plötzlich waren sie beide im Heim, die Frau Willen und die Frau Fröhlich, und fanden, da sei doch etwas nicht in Ordnung. Natürlich war es nicht in Ordnung. Natürlich war es in Ordnung. Das Feine und Sorgfältige an Frank Matters Film war gerade seine disharmonische Lakonie in Todesnähe: nicht wertend und verurteilend, durchaus unsicher in seiner Parteilichkeit und im vollen Bewusstsein, dass ein Widerspruch bleibt zwischen der Alterswürde und der Notwendigkeit von Stützstrümpfen und regelmässig gewechselten Windelhöschen.»
Christoph Schneider, Tages-Anzeiger, Zürich, und Der Bund, Bern
«Von heute auf morgen» ist ein eindrückliches Plädoyer für einen verstärkten Dialog zwischen den Generationen.»
Georges Wyrsch, Berner Zeitung, Bern
«Immer das Gschiis». Frau Fröhlich ist genervt. Sie ist gerade von der Spitex-Mitarbeiterin zum wiederholten Male aufgefordert worden, ihre Inkontinenzunterhosen anzuziehen. Es ist nicht einfach, alt zu werden. Der Verlust an Selbständigkeit, an körperlicher Kraft, an Perspektiven auch. Und doch ist da viel Humor, Trotz und Schalk. Frank Matter hat vier alte Menschen und ihre Pflegepersonen bei der Spitex begleitet. Entstanden ist ein berührender, unbedingt sehenswerter Film, in dem es viel zu lachen gibt. Der einen aber auch schmerzlich auf sich selber zurückwirft, auf das eigene Altern.»
Raphael Amstutz, Bieler Tagblatt, Biel
«Schalk und Melancholie, Würde und Sympathie machen diesen Film aller Wehmut zum Trotz zu einem grossen Aufsteller. Dranbleiben und Mut machen, ohne zu beschönigen – dafür gabs den Basler Filmpreis 2013.»
Matthias Lerf, SonntagsZeitung
«(…) Kein Dokfilm lebt vom Bericht allein, er muss auch erzählerische Mittel finden. Einen durchdachten Handlungsbogen schuf zum Beispiel der Baselbieter Frank Matter in seinem Dokumentarfilm «Von heute auf morgen». Vier Hochbetagte mit guter Laune waren darin zu sehen. Lebenszeitlich gesprochen, befanden sie sich zwischen Spitex-Pflege und der Verschiebung ins Altersheim. Der Blick des Regisseurs ist von geradezu hartnäckiger Menschlichkeit; nicht nur voller Sympathie für den Trotz des Alters, sondern auch für die Angehörigen, die irgendwann tun, was getan werden muss – selbst wenn es angesichts von Tod und Alterswürde kaltherzig wirkt. Daraus entwickelt der Film eine Dramatik, die unpathetisch aufs Unausweichliche zuläuft. Am Schluss hält die Kamera still und fixiert die lapidare Tragik, die in der institutionellen Versorgung der Alten steckt: Die 95-jährige Elisabeth Willen findet sich im Altersheim wieder und kriegt zu hören, sie sei jetzt hier, weil sie eine Lungenentzündung gehabt habe, und der Fernseher stehe ja auch schon parat, und da fragt Frau Willen, was denn das jetzt soll, davon wisse sie ja gar nichts, über Nacht lande sie im Heim und da stimme doch etwas nicht. Dafür stimmte alles in diesem Dokfilm, der den «Prix de Soleure» schon wegen seiner feinfühligen Beobachtungen verdient hätte.»
Pascal Blum, Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, Basellandschaftliche Zeitung, Aarau
«Der Blick mit dem Matter die Protagonisten beobachtet, ist einfühlsam und geduldig. Matter hört ihnen zu und lässt sie ausreden. Matters humoristischer Dokumentarfilm bringt eine Lebenswelt näher, die man von den Grosseltern kennt, aber nun noch besser verstehen kann.»
Muriel Gnehm, Basler Zeitung
«Spitex? Die sind nett, wirklich», sagt Anny Fröhlich und grinst verschmitzt in die Kamera: «Die machen genau, was ich will.» Die Seniorin aus dem Dokumentarfilm «Von heute auf morgen» hat die Lacher des Filmtage-Publikums auf ihrer Seite. Als die 95-Jährige ins Altersheim muss, bleibt einem jedoch das Lachen im Hals stecken. «Früher», sagt Fröhlich, «haben sie solche Leute wie mich geschlachtet. Ein Pülverchen und fertig.» Verzweifelt. Listig. Rebellisch. Urkomisch. Regisseur Frank Matter lotet in «Von heute auf morgen» die ganze Gefühlspalette aus. Mit dem sensiblen Porträt von vier Senioren und ihrem mitunter anstrengenden Betreuungsumfeld gelingt Matter die sensible Annäherung an ein Thema, das im Schweizer Film bislang zwar nicht verdrängt, aber auch nicht wirklich ausgeschöpft wurde. (…) Verdienter Lohn ist im besten Fall ein Publikum, das solche heiklen Themen nicht nur goutiert, sondern – wie bei Frank Matters «Von heute auf morgen» – frenetisch beklatscht.»
Hans Jürg Zinsli, Berner Zeitung, Bern, und St. Galler Tagblatt, St. Gallen
«Das Altwerden und die Auseinandersetzung zwischen den Generationen zogen sich wie ein roter Faden durch die diesjährigen Filmtage-Filme. So etwa schildert in «Von heute auf morgen» eindrücklich, wie vier SeniorInnen um die neunzig mit beissendem Humor, einer zünftigen Portion Sturheit und Hilfe der Spitex ihre selbstständige Lebensform so lange, als es irgendwie nur geht, behaupten – es dabei aber nicht nur sich, sondern auch ihren Nachkommen unnötig schwierig machen, wenn sie plötzlich nicht mehr in der Lage sind.»
Irene Genhart, Der Landbote, Winterthur
«Ebenfalls ein Thema an den Solothurner Filmtagen – und auch im aktuellen Filmschaffen – ist das Altern. Ähnlich wie im preisgekrönten «Film Amour» von Michael Haneke und im Eröffnungsfilm «Rosie» von Marcel Gisler (BaZ von Samstag) erzählt der Dokumentarfilm «Von heute auf morgen» von alten Menschen, die zum Pflegefall werden. Frank Matter begleitet drei Frauen und einen alten Mann, die immer mehr fremde Hilfe benötigen und nach und nach ihre Selbstständigkeit einbüssen. Die Porträts, die der Sissacher zeichnet, sind jedoch alles andere als düster: Da er die Marotten der Alten mit der Kamera einfängt und sie reden lässt, gibt es keinen Film, der mehr Lacher für sich verbuchen konnte. Als liebenswert und stur erscheinen die Protagonisten, die ohne die Hilfe der Spitex schon lange ins Altersheim abgeschoben worden wären. Der Film ist für den Prix de Soleure nominiert.»
Muriel Gnehm, Basler Zeitung, Basel
«Es war an den diesjährigen Solothurner Filmtagen einer der zärtlichsten und wahrheitsliebendsten Beiträge zu den menschlichen Unausweichlichkeiten (TA vom 28.1.). Was man sah, war der ewige Skandal des erschöpften Lebens, das Absterben von Geist und Körper – das aber keine Tragödie war, sondern, schlimmer, die humane Natur, gegen die das Wünschen und der Kitsch nicht helfen. Die dagegen aufgebotene Lebenskraft hatte etwas Hoffnungsloses, und die Würde nützte nichts gegen die Inkontinenz. Der Film war auch deshalb eine Wohltat, weil er wie die lebendige Realität in einem Sumpf von Melodramatik steht.»
Christoph Schneider, Tages-Anzeiger, Zürich, und Der Bund, Bern, 18.03.13
ARTIKEL ZUM HERUNTERLADEN (PDF)
«Ich habe Kämpfer mit Humor gefunden», Interview mit Frank Matter
Susanna Petrin, bz Basel, 05.06.13
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«Wer gewinnt den Basler Filmpreis?»
Alfred Schlienger, ProgrammZeitung, Juni 2013
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«Das Alter ist die bessere Jugend»
Christoph Schneider, Tages-Anzeiger, 18.3.13
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«Die Senioren geben den Ton an»
Hans Jürg Zinsli, Berner Zeitung, 01.02.13
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«Mut zum Stillhalten»
Pascal Blum, Aargauer Zeitung, 31.01.13
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«Heute noch jung, morgen schon alt»
Christoph Schneider, Der Bund, 28.01.13
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«Immer das Gschiis»
Raphael Amstutz, Bieler Tagblatt, 26.01.13
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Eine soap factory Produktion in Koproduktion mit Schweizer Fernsehen SRF / SRG SSR
Buch, Regie: Frank Matter
Nach einer Idee von Peter Aschwanden
Schweizerdeutsche Originalversion mit d/e/f UT, DCP, 95 Min.
Weltrechte: soap factory GmbH Basel
Kino/DVD Schweiz: cineworx
Stab
Produzent: Frank Matter
Buch, Regie: Frank Matter
Nach einer Idee von Peter Aschwanden
Kamera: Steff Bossert
Ton: Olivier JeanRichard
Zusätzliche Kamera: Daniel Leippert, Benedikt Ritter, Nicola Bellucci, Tom Bernhard
Zusätzlicher Ton: Pascal Kreis, Hans Dahler
Aufnahmeleitung: Franziska Trefzer
Produktionsassistentin: Loredana-Nastassja Fernández
Editing: Anja Bombelli
Schnittassistent: Andreas Arnheiter
Musik: Victor Moser
Standfotografie: Dominik Labhardt
Tonschnitt: Pedro Haldemann, himex:sounddesign, Solothurn
Tonmischung: Peter von Siebenthal, Complex-Projektstudio, Bern
Color Grading: Steff Bossert, Ueli Müller, RecTv
Titel: Zoé Bucher
Verantwortlicher Pacte und Koproduktionen bei SRF: Urs Augstburger
Equipmentverleih: point de vue, Basel
Projektbuchhaltung: Marcel Pfeiffer
Untertitel Spotting: Nicola Bellucci
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