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Parallel Lives
Ein Dokumentarfilm von Frank Matter, 139 Min., CH 2021
Stimmen zum Film
«Unglaublich bildstark und berührend.»
Brigitte Häring, SRF 2 Kultur
««Parallel Lives» ist für mich ein «Grosses Welttheater», wie es Calderón, wäre das Kino zu seiner Zeit bereits erfunden gewesen, gemacht hätte. (...) ein grossartiges, sinnliches, leidenschaftliches Schau-, Hör- und Denkspiel.»
Hanspeter Stalder, der-andere-film.ch
«Simple Idee, toller Film.»
Aargauer Zeitung
« Die Biografien der Protagonisten werden ergänzt von bisher kaum gesehenen Archivaufnahmen. (…) Grosse historische Ereignisse werden dokumentiert und mit brilliant formulierten Texten untermalt. Es ergibt sich ein gut abgerundetes Gewebe, das durch die Geschichte des Filmemachers selbst zusammengehalten wird. (…) Nachdem man über zwei Stunden den Erzählungen der Protagonisten gelauscht, sich hineingefühlt hat, bleibt am Ende schliesslich das Verlangen zurück, noch mehr über deren Leben zu erfahren.»
Vanessa Büchel, Bolero Magazin
««Parallel Lives» lässt tief hinter die Fassade der ProtagonistInnen blicken und gibt einen intimen Einblick in deren Lebensgeschichten, ohne zu dramatisieren oder ein Spektakel daraus zu machen. Nüchtern, unaufgeregt und spannend. »
Noemi Keller, Radio X
«Eindringlich und sehr berührend.»
3Sat Kulturzeit
« (...) Frank Matter hat für seinen Dokumentarfilm Menschen besucht, die seine Zwillingsgeschwister sein könnten. Menschen wie du und er und ich. Gestern vom Schicksal gebeutelt, morgen vom Schicksal begünstigt. Und allesamt Kinder des 8. Juni 1964. (...) Über zwei Stunden gönnt Frank Matter seinen «Parallel Lives» – und seinem Publikum, um sich von seiner schlagend schlichten wie aufwendig recherchierten Idee einfangen zu lassen. Allfällige Vorbehalte, hier doch nur medial Wohlbekanntes aus den 60er-, 70er, 80er- und 90er-Jahren gespiegelt zu bekommen wischt eine dramaturgisch erfahrene Hand gründlich beiseite. (...) ein absolut sehenswerter Film.»
Stephan Reuter, Basler Zeitung
«Matter flicht zwischen den fünf Menschen mittels der Zeitgeschichte ein Band. Das Grosse – politische Umwälzungen, 9/11 oder der Flug auf den Mond – steht gleichberechtigt neben dem Kleinen, das Weltgeschehen neben dem Alltag. Diese Kombination ist ergiebig, kurzweilig und vielschichtig. Und sie macht, dass der Film über die eigentliche Laufzeit hinausreicht.»
Raphael Amstutz, Bieler Tagblatt
«Es ist keine Geschichtslektion, die uns der Regisseur erteilt, sondern eine Reflexion über das Kleine im Grossen, private Schicksalsschläge und den Lauf der Welt. Ein reicher, anregender Film, mit präzisen Bild- und Tondokumenten aus zahlreichen Quellen. Und vier sehr unterschiedlichen Geschichten, die einem fremd sind und vertraut zugleich.»
Matthias Lerf, Züritipp
«Der Regisseur verwebt ihre Geschichte (der Protagonisten) mit seiner eigenen, findet durch sie persönlichen Zugang zur Zeitgeschichte und macht so mit geschickter Montage von Archivmaterial das verflochtene Weltgeschehen sicht- und greifbar.»
Jeannette Wolf, Radio Bern RaBe
« (...) Eine ebenso spannende wie reichhaltige Zeitreise, bei der Basler Filmemacher nicht nur über den Wandel der Welt, sondern auch über Zufall und Schicksal reflektiert. (...) Ein grosser Wurf ist Matter mit diesem Dokumentarfilm gelungen. Meisterhaft spannt er ein weites Netz, zeichnet mit seinen vier Protagonist*innen und seiner eigenen Biografie spannend private Lebensläufe nach und macht eindrücklich bewusst, wie sehr diese immer mit den gesellschaftlichen Veränderungen verbunden sind.»
Walter Gasperi, film-netz.com
« Frank Matter spürt auf sensible un selbstbewusst subjektive Art den Lebenswegen von vier Altersgenossen nach und setzt sie dem eigenen gegenüber. Wie unterschiedlich haben sie die Zeitgeschichte seit ihrer Geburt im Juni 1964 erlebt? (…) Ein vielschichtiger Bilderbogen, der Zuschauer*innen auf eine bewegende Reise mitnimmt.»
arttv.ch
« … eine faszinierende Zeitreise durch die letzten 58 Jahre.»
Keystone-SDA
« Matter verortet die verschiedenen Erzählungen im Spannungsfeld wichtiger politischer Ereignisse und gesellschaftlicher Entwicklungen und entwirft in bilderprächtiger Verdichtung ein faszinierendes Puzzle jüngster Zeitgeschichte. Ausgangspunkt seiner Suche ist die dem Film vorangestellte Frage nach der Schicksalhaftigkeit des Seins und dem, was Menschen verbindet und einander fremd sein lässt.»
Irene Genhart, cineman.ch
« In Parallel Lives verwebt er (Frank Matter) die Lebensgeschichten von Melissa, Zukiswa, Li und Michel mit reichem Archivmaterial und Elementen aus seiner eigenen Biografie. Er komponiert so ein faszinierendes dokumentarisches Fresko, das zeigt, wie stark die Beschleunigung der Globalisierung die Lebensgeschichten der Menschen beeinflusst hat.»
St. Galler Tagblatt
« (Parallel Lives) macht deutlich: Der Mensch ist nicht nur die Summe seiner Gene oder Entscheidungen, sondern immer auch ein Spiegel des Zeitgeistes.»
Monika Bettschen, Surprise Magazin
««Parallel Lives» verknüpft kunstvoll und atemlos die Biografien von fünf Menschen auf vier verschiedenen Kontinenten. (...) Regisseur Frank Matter fügt die Proträts seiner Zeitgenossen zu einem grossen Ganzen, das einen über das Leben und die Menschheit nachdenken lässt.»
Natalie Fritz, Medientipp, kath.ch
««Ein Regisseur, geboren am 8. Juni 1964, dreht einen Film über vier am selben Tag Geborene und erzählt mit Newsarchiv-Bildern ein halbes Jahrhundert» Das klingt enorm zufällig. Aber Könnerschaft und enormer Fleiss haben daraus eine umwerfende Dokumentation gemacht. Begonnen beim Casting: Da ist die Amerikanerin, im Army-Milieu aufgewachsen, die ausschliesslich an toxische Männer gerät, bis sie einen findet, den die Religiosität im Zaume hält. Oder die Südafrikanerin, die von ihrer Unterdrückung im Apartheitsstaat berichtet, vom Befreiungskampf und von den Fährnissen danach. Der Chinese, geprägt vom Schrecken der Kulturrevolution und Chinas Aufstieg vom Hungerland zur dominierenden Macht. Und der rebellische Pariser, der Karriere als Modedesigner macht und dann den Drogen verfällt. Sie alle sind gegerbt von 60 Jahren globaler und individueller Geschichte, die Frank Matter mit privaten Fotos und kaum gesehen Archivaufnahmen verwebt. Und da ist die Geschichte des Regisseurs selbst, der klugerweise seinen brillant formulierten Text von einem Profi lesen lässt. Man erlaube eine Notiz aus der Jury: Die Stimme, die gesagt hatte, ein Film sollte nie länger als 90 Minuten dauern, schwärmte: «Ich hätte gerne noch weiter geschaut.» Wir gratulieren Frank Matter zu diesen kurzweiligen 2 Stunden und 20 Minuten, die unangestrengt und multiperspektivisch zeigen, wie die Geschichte an uns und in der Welt arbeitet.»
Thomas Haemmerli, Laudatio Basler Filmpreis 2021
«In vielerlei Hinsicht könnten diese Existenzen kaum unterschiedlicher sein – doch Gravitätszentrum ist der Filmemacher selbst. Zwischen den vier Geschichten konturieren sich seine Lebensstationen, Umbrüche und Fragen: Wie bin ich, wie ist ein Mensch der geworden, der er – mit über 50 Jahren – ist? Kann man sich von Prägungen lösen? Matter gelingt eine intelligente, uneitle Selbstbespiegelung, die seine Existenzbedingungen in den weiten Bezugskontext der 1960er-Generation stellt.»
Bettina Spoerri, cinebulletin
«… ein berührender Dokumentarfilm über die Unwägbarkeiten des Lebens ... PARALLEL LIVES (…) vereint die Stimmen seiner Protagonistinnen und Protagonisten zu einem kraftvollen Akkord, der sechs Jahrzehnte und vier Kontinente umfasst … PARALLEL LIVES taucht nicht in eine nostalgische Vergangenheit ab; der Film trägt seine Erinnerungen in die Gegenwart und bringt sie zum Klingen. Das Leben mag sich auch ohne Pandemie im Warteraum des Zufalls abspielen, den Soundtrack dazu steuern wir aber selber bei.»
Hannes Nüssler, bz Basel
«Die persönlichen Themen seines Lebens verbindet (der Regisseur) auf handwerklich geschickte und intelligente Weise mit grundlegenden Wendepunkten des 20. und 21. Jahrhunderts, indem er sie in ein breites Spannungsfeld politischer, sozialer und psychologischer Momente setzt: den konvergierenden Modellen von Sozialismus, Kommunismus und Kapitalismus, dem Kampf für Freiheit, Gleichberechtigung, Selbstermächtigung, der individuellen Emanzipation vor dem Hintergrund der Familiengeschichte. Es ist einem sorgfältigen Editing zu verdanken, dass der Film diesen anspruchsvollen inhaltlichen Spagat elegant meistert. Dabei schafft der Filmautor Distanz zu sich selbst, indem er den Schauspieler Stefan Kurt als sein Alter Ego sprechen lässt. Archivbilder historischer Umbrüche und biografische Momentaufnahmen verbindet er mit den Begegnungen mit den Protagonisten über einen längeren Zeitraum, in dem Entwicklungen, Stagnationen und Verwerfungen sichtbar werden. Das Resultat ist eine anregende Reise durch Brenn- und Wendepunkte eines halben Jahrhunderts, die jeden und jede mit sich selbst konfrontiert.»
CINEMA #67
«…ein interessanter Dokumentarfilm, der uns (…) dazu bringt zu verstehen, wie unteilbar die Menschheit letztlich ist und wie sehr wir alle Teil derselben Geschichte sind.»
Ivo Silvestro, La Regione
«Persönliche und kollektive Parabeln, private Archivbilder und Aufnahmen, die während des jahrelangen Drehs entstanden sind (…), vereinen sich zu einer Welt-Collage über den schwindelerregenden Strom der Geschichte, der uns mitreisst und über die individuelle Existenz hinaus konditioniert und uns verbindet, über all unsere sozialen Unterschiede hinaus.»
Silvia Nugara, Cultframe
««… eine sehr poetische Idee … sehr kurzweilig.»
Raphael Urweider, Kulturstammtisch
«Besonders toll finde ich an diesem Film (…) genau diese Mischung von Lebens- und politischen Ereignissen. Es ist eine Chronik gespiegelt über die Kindheits- und Jugenderinnerungen des Autors, ein doppelter Spiegel: extrem spannend! … Ausgesprochen gelungen …»
Michael Sennhauser, Kulturstammtisch
«Faszinierendes Material … Ein spannendes Werk.»
Eric Facon, Kulturstammtisch